Indikationen:
Atmungsorgane: Bronchitis (akut und chronisch), Pseudokrup, Asthma bronchiale
Augen: Glaukom, Makuladegeneration, Altersweitsichtigkeit
Bewegungsapparat: Schulter-Arm-Syndrom, Lumbalgien, Arthrosen, Wirbelsäulensyndrom, Gesichts- und Körperlähmungen, nach Schlaganfall
Haut: Ekzeme, allergische Erscheinungen, Juckreiz
Kopf (HNO, Mund): Schwindel, Reisekrankheit, Schwerhörigkeit, Hörsturz, Nasennebenhöhlenentzündung, Halsentzündungen, Pollinosis, Allergie, Tinnitus, Geruchs- und Geschmachsstörungen
Herz-Kreislauf-System: Durchblutungsstörungen, Hypertonie, Hypotonie, Funktionelle Herzerkrankungen, Herzrhythmusstörungen, Koronare Herzkrankheit
Urogenitaltrakt: Praemenstruelles Syndrom, Zyklusstörungen, zur Geburtserleichterung!, Blasen-, Prostataentzündung, Nieren-, Nierenbeckenentzündung, Reizblase, Harninkontinenz, Funktionelle Störungen des Urogenitaltrakts, d.h. Störungen ohne erkennbare organische Ursache
Nervensystem: Migräne, Gesichts- und Kopfschmerzen, Neuralgien (Trigeminus-, Intercostal-), Facialisparese, Paresen allgemein, Schlafstörungen
Magen-Darm-Trakt: Durchfall und Verstopfung, Reizdarmsyndrom, Erbrechen, Gastritis
Die TCM ist eine komplexe Diagnose- und Therapieform, die sich vielseitig definiert:
Klassische Akupunktur
Diätetik, die Ernährungslehre
Phytotherapie, die Pflanzenheilkunde
Moxibustion, das Erwärmen von Akupunkturpunkten mit Beifußkraut, lat. Artemisia vulgaris
Taiji-Qigong, eine Bewegungs- und Atemtherapie (für Jung und Alt!)
Tuina, eine Form der Massage, die sich am System der Meridiane, dem Leitsystem der Akupunktur, orientiert.
Begriffserklärung:
Akupunktur, das klassische chinesische Heilverfahren. Der Begriff Akupunktur leitet sich vom Lateinischen acus = Nadel und pungere = stechen ab. Durch Nadelstiche in bestimmte Akupunkturpunkte werden Reize ausgelöst, die auf das Qi (die in uns fließende Energie) des gesamten Organismus Einfluss haben. Diese Reize werden über die Meridiane (Energieleitbahnen, die den Körper durchziehen und die Organe miteinander verbinden) weitergeleitet.
Meridiane sind die Leitbahnen,
in denen das Qi zirkuliert. Sie verlaufen sowohl an der Körperoberfläche wie auch im Körperinneren und durchziehen den ganzen Körper. Man kann sie mit einem U-Bahn-Netz vergleichen, die Stationen entsprechen den Akupunkturpunkten. Durch das Bearbeiten einzelner Akupunkturpunkte wirkt man so auf den Qi-Fluss innerhalb des Meridians ein.
Qi ist gleichbedeutend mit Atem, Odem, Göttlichem, Energie, das, was uns am Leben erhält.
Phytotherapie: aus (chinesischen) Kräutern wird vom Patienten selbst eine Abkochung, ein Dekokt hergestellt. Mit diesen Dekokten, von denen man mehrmals täglich trinkt, kann man sehr starke therapeutische Effekte erzielen.
Diätetik: die nach der TCM gesündeste Ernährungsform: alle 5 Geschmäcker, also süß, sauer, salzig, bitter und scharf, sollten gleichermaßen aufgenommen werden. Bei ungleichem Yin-Yang-Verhältnis soll durch Weglassen oder verstärkter Aufnahme des betreffenden Gewürzes/ Geschmacks das Gleichgewicht wiederhergestellt werden.
Moxibustion laut dem berühmten Akupunkturklassiker heißt es: „was die Nadel nicht zu heilen vermag, dagegen wirkt das Brennen (Moxa)” und auch bei Li Tings „Einführung in die Medizin” ist zu lesen: „ist eine Krankheit weder durch Medizin noch durch Akupunktur zu heilen, wende man moxen an.” Dabei wird Beifußkraut, lateinisch Artemisia vulgaris, auf bzw. über der Haut abgebrannt. Man nennt es Moxa- oder auch Brennkraut. (Keine Angst: im Normalfall entstehen keine Brandblasen!)
Die Ursprünge der Akupunktur, die nur einen Teil der TCM darstellen, reichen bis 10000 v. Ch. zurück. Damals fing man an, mit Steinnadeln Schmerzen zu lindern, und das mit Erfolg!!!
(Heutige Nadeln sind sterile Einmalnadeln, sehr dünn und mit speziell geschliffener Spitze. So wird der Einstich als sehr schmerzarm empfunden.)
Hier eine Übersicht über die verschiedenen Akupunktur-Techniken, die ich anwende:
Klassische Akupunktur,Klassische Akupunktur, die mit sterilen Einmalnadeln durchgeführt wird. Nach der Grundausbildung hier in Deutschland machte ich eine Fortbildung in Nepal. Es ist sehr beeindruckend, den dortigen Klinikalltag so hautnah mit zu erleben.
Augenakupunktur, eine spezielle Akupunktur für die Augen nach Prof. John Boel, Dänemark
Ohr-Akupunktur, Akupunktur über die Reflexzonen des Ohres. Die Ohren sind quasi der „Sicherungskasten für das Gehirn”.
ECIWO (Embryo Containment the Information of the Whole Organism), eine so genannte Mikroakupunktur an den Händen; 1989 von dem chinesischen Biologen Dr. Zhang entdeckt und seither ebenfalls von Prof. J. Boel erforscht und weiterentwickelt, welche auch bei einer Vielzahl von Erkrankungen zum Einsatz kommt.
Akupunktur 2000, eine nach neuesten Erkenntnissen und durch langjährige Forschungsarbeiten bestätigte Methode, welche ich auch bei Prof. Boel erlernt habe und ebenso
Elektroakupunktur, leichte elektrische Stimulation von Akupunkturpunkten, z.B. nach Apoplex, Facialisparese (Gesichtslähmung) u.s.w., um Lähmungen möglicherweise (ganz) zu beheben
Koreanische Hand-Akupunktur, hierbei wird über die entsprechenden Zonen an den Händen therapiert
Bei nadelempfindlichen Menschen bediene ich mich der sanften und schmerzlosen Laserakupunktur:
Akupunkturpunkte bzw. ganze Meridiane werden mit Laser (gebündeltem Licht) behandelt. Ebenso angenehm und schmerzlos ist die Elektroakupunktur, bei der man nur einen leichtes Kribbeln spürt. Bei Laser- und Elektroakupunktur wird nicht gestochen!
Besonders effektiv ist die Kombination mit Dauernadeln in den Ohren: Dauerkügelchen oder kleine Dauernadeln werden auf die Haut geklebt. So ist ein sanfter, aber ständiger Dauerreiz vorhanden. Die Wirkung der Klassischen Akupunktur wird durch die Ohrakupunktur wesentlich verstärkt.