Wie die Blutegeltherapie findet man auch diese jahrtausende alte Methode des Schröpfens in den verschiedensten Kulturen wieder.
Dabei werden Saugköpfe, in denen ich einen Unterdruck erzeuge, auf die Haut gesetzt. Durch das entstandene Vakuum wird Gewebe in den Schröpfkopf hineingezogen und damit auch Blut und Lymphe. Zu Beginn einer Schröpfkopfbehandlung erscheinen die Ansaugstellen meist sehr schnell recht dunkel, wie ein Bluterguss. Das ist ein Zeichen dafür, dass sich in dieser Region viele Schlacken unter der Haut befinden. Diese Therapie hat nun mehrere Effekte gleichzeitig: Das Blut, das angezogen wird, kommt in das nicht so gut durchblutete Unterhautgewebe.
Damit werden dort sitzende Schlacken freigesetzt, die dann abtransportiert und ausgeschieden werden können. Über die bessere Durchblutung kommen auch wieder Sauerstoff und Nährstoffe in die behandelten Bereiche. Außerdem ist diese Saugglockentherapie im weitesten Sinne eine Eigenblutbehandlung, da beim Abbau des Hämatoms das Immunsystem angeregt wird. Dies wiederum wirkt stärkend auf die Selbstheilungskräfte und regt das körpereigene Abwehrsystem an.
Je entschlackter das Gewebe ist (das dauert in der Regel einige wenige Sitzungen), desto weniger „verfärbt” sich die Haut und um so schneller gehen „die Spuren” der Behandlung wieder zurück.
Schröpfen eignet sich hervorragend bei allen Verspannungen am Rücken, bei Myogelosen, das sind druckschmerzhafte und schmerz ausstrahlende Bereiche. Ebenso ist bei Spannungskopfschmerzen, Migräne und Wirbelsäulenbeschwerden das Schröpfen eine Wohltat! Bei der Schröpfkopfmassage werden die Saugköpfe sanft über die verspannten Hautareale gezogen. Durch die enorme Tiefenwirkung sehr entspannend und wohltuend! Über die zugeordneten Dermatome, Hautareale, die mit bestimmten Organen in Verbindung stehen, werden gleichzeitig die entsprechenden Organe aktiviert.